Nachhaltig imkern Teil 3: Let’s talk!
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Nachhaltig imkern Teil 3: Let’s talk!

Nachdem wir uns in den letzten Beiträgen mit den Themen Nachhaltigkeit und Imkermaterial, sowie einem ressourcenschonenden Energieverbrauch beschäftigt haben, geht es heute ans Eingemachte. Es geht um uns selbst!


Und damit meine ich nicht unsere Kleidung, Ernährung oder Lebenswandel (dazu gibt es genügend Artikel in anderen Blogs :-), wie zum Beispiel auf utopia.)
Nein, vielmehr geht es um uns selbst als Imker

Warum wir Imker?

Grundsätzlich kann man sich ja durchaus folgende Frage stellen:

Warum soll man sich als Imker für Nachhaltigkeit einsetzen?

  • Aus meiner Sicht gibt es dafür mindestens drei Gründe:
  • Eine intakte Umwelt bietet reichhaltige Nahrungsquellen für die Bienen
  • Natürliche Flächen und eine nachhaltige Landwirtschaft sorgen für einen giftfreien Lebensraum
  • Nachhaltigkeit ist ein Kernelement um den Klimawandel, der unsere Bienen belastet, abzumildern

Trotz diesen guten Gründen gibt es immer noch Imker, die Nachhaltigkeit nicht die Bohne interessiert. Solange die Erträge halbwegs stimmen und es wirtschaftlich gut läuft, ist jedes Mittel recht (In dem Film „More than Honey“ gibt es ein paar abschreckende Beispiele dazu). Am Ende ist es natürlich jedem selber überlassen, für welche Art des Imkerns man sich entscheidet. Aus meiner Sicht sägen diese Imker allerdings langfristig an dem Ast, auf dem sie sitzen.

Tue Gutes und rede drüber

Seine Imkerei daher nachhaltig aufzustellen ist daher schon einmal eine absolut sinnvolle Sache. Doch hast du als Imker zusätzlich die Möglichkeit, Nachhaltigkeit in der Gesellschaft zu verankern.

Warum?

Ich weiss nicht, wie es bei dir ist, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Honigbienen und das Imkern von den meisten Menschen total positiv gesehen werden. Häufig wird es sogar direkt mit dem Naturschutz in Verbindung gebracht. Auch sind viele Menschen neugierig, wie es denn so ist Bienen zu halten. Und genau da kommen wir ins Spiel, denn das ist eine perfekte Gelegenheit, den Gesprächspartner über die Imkerei zu informieren, aber auch um Anregungen zu geben, wie man Honigbienen (aber auch Wildbienen, Hummeln und andere Insekten) unterstützen kann.

Expertenstatus

Als Imker wird einem außerdem häufig ein gewisser Expertenstatus zugeschrieben. Wie hängt das denn so alles zusammen mit den Pflanzen, den Insekten, der Landwirtschaft und dem Klimawandel? Wenn solche Themen angeschnitten werden, ist das eine Riesenchance interessierte Menschen über die Zusammenhänge aufzuklären und ihnen, wenn gewünscht, konkrete Ratschläge zu geben.

Dabei ist es natürlich wichtig, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zu belehren, sondern vielmehr mit Nachhaltigkeitstricks und Tipps, die Begeisterung zu wecken, um tätig zu werden. Wenn wir schon als Experte angesehen werden, dann sollten wir das auch im Sinne der Bienen nutzen.

Nachhaltigkeit positiv besetzen

Wenn man die Nachhaltigkeitsdiskussionen in der breiten Öffentlichkeit beobachtet ist häufig von Verzicht die Rede. Weniger Flugreisen, Autoverkehr oder Fleischkonsum sind nur einige der Punkte, die immer wieder genannt werden. So sinnvoll diese Maßnahmen alle sein mögen, so bedeuten sie jedoch stets eine Einschränkung für den Einzelnen.

Ganz anders sieht es beim Imkern aus. Das Anlegen von Blühwiesen, das Aufschichten eines Totholzhaufens oder der Bau eines Wildbienenhotels sind allesamt produktive Aktivitäten. Es wird auf nichts verzichtet. Ganz im Gegenteil, man kann die Auswirkungen dieser nachhaltigen Maßnahmen sogar live und in Farbe erleben. Dadurch haben wir die Chance den Einsatz für mehr Nachhaltigkeit im Kopf der Menschen positiv zu besetzen. Das ist ein Vorteil, den wir uns nicht entgehen lassen dürfen.

Fazit:

Den zurzeit erlebbaren Klimawandel können wir Imker zwar nicht alleine verhindern oder verlangsamen. Wir können allerdings unsere Imkerei in vielen Bereichen nachhaltig aufstellen und unser Umfeld positiv beeinflussen. Dadurch leistet jeder von uns einen Beitrag zu einer bienenfreundlicheren Zukunft. Nebenbei bemerkt, macht es in vielen Fällen auch noch Spaß.

Damit endet die Miniserie zum Thema nachhaltig Imkern. Die drei Beiträge erheben dabei natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn ihr noch weitere Tipps und Tricks auf Lager habt, dann würde es mich sehr freuen, wenn ihr mir diese einfach in die Kommentare schreibt.

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